
v.l.n.r.: Mag. Maximillian Kolmbauer (GC-Leiter), Mag. Sabine Schenk (GF HBS), Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl, DI (FH) Christian Gattermayer (BHS Ried) und Herbert Atzlinger, MAS MBA (GF IML) präsentieren den mobilen Scanner "hbsMobile", der Lager- und Bestellprozesse im Krankenhaus optimiert.
Oberösterreich setzt auf Life Sciences
Ein sehr dynamischer und stark wachsender Bereich der Life Science Branche ist die Medizintechnik. Ein Markt mit enormem Zukunftspotenzial, der selbst in wirtschaftlich turbulenten Zeiten ein leichtes Wachstum verzeichnen kann. Für 2009 wird ein Umsatzplus von einem Prozent prognostiziert. Das Land OÖ trägt diesem Umstand Rechnung und investiert im Rahmen des Wirtschaftsprogrammes „Innovatives OÖ 2010“ insgesamt 11 Millionen Euro in diesem Bereich.
Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Krankenhaus
Den oö. Betrieben stehen im Rahmen der Cluster-Kooperationsförderung Fördermittel zur Verfügung. Im Rahmen eines Kooperationsprojektes des Gesundheits-Cluster haben die Unternehmen Integrated Medical Logistic und Health Business Solutions gemeinsam mit dem Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried einen mobilen Scanner für den Bestell- und Lagerprozess entwickelt. Das Projekt zeigt, wie die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Gesundheitseinrichtungen optimal funktionieren kann.
Mobiler Scanner im Krankenhaus
Das interne Bestellwesen heimischer Krankenhäuser wird nach wie vor nur teilweise computergestützt abgewickelt. Immer noch werden Bestellungen in Papierform oder telefonisch abgegeben. Der innovative Scanner kann verschiedenste Barcodes von Produkten und Lieferanten lesen und optimiert somit interne Bestell- und Lagerprozesse.
Vorteile des Pilotprojektes
Das mobile Erfassungsgerät kann alle Daten ortsunabhängig einlesen. Im Hintergrund verknüpft die Software betriebswirtschaftlich benötigte Daten mit medizinisch notwendigen Daten. Die neue Scannerlösung minimiert den Organisaionsaufwand für das Bestell- und Lagerwesen erheblich, was einerseits mehr Zeit am Patienten ermöglicht, und andererseite rund 75 Prozent der Prozesskosten einspart. Weiters ermöglicht das Produkt eine lückenlose Dokumentation und Kostenträgerrechnung und gewährleistet die Rückverfolgbarkeit von Medizinprodukten. Im Krankenhaus Ried ist das neue System bereits im Einsatz und kann auch für andere Krankenhäuser angepasst werden.