
Am 9. Juli 2009 wurden in Würzburg die Preisträger des branchen- und länderübergreifenden Innovations-Wettbewerbs NoAE (Network of Automotive Excellence NoAE) geehrt. Und wie schon im letzten Jahr war wieder ein Partner-Unternehmen des oberösterreichischen Automobil-Clusters unter den Gewinnern.
Schon zum zweiten Mal konnte sich eine Firma aus der oberösterreichischen Automobil-Branche, diesmal die Hammerschmid Maschinenbau GmbH aus Bad Leonfelden mit ihrer Einreichung behaupten. Mit einem neuartigen Verfahren zur Herstellung von Leichtbauteilen für die Autoindustrie. „Es kommt nicht von ungefähr, dass immer wieder oberösterreichische Firmen auch im Ausland mit Innovationen auftrumpfen. Die oberösterreichische Autozulieferindustrie investiert im Vergleich mit anderen Industriezweigen fast dreimal soviel in Entwicklung und Forschung“, lobt Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl die heimische Innovationskraft.
Ziel: 40 Prozent weniger Gewicht
Im Mai 2007 startete die Firma Hammerschmid zusammen mit dem Transfercenter für Kunststofftechnik und dem Polymerinstitut der Johannes Kepler Universität Linz ein Projekt für ein neues Verfahren zur Herstellung leichter und stabiler Kunststoffformteile, die sich besonders beim Bau von Elektrofahrzeugen bewähren sollen. Als Ergebnis wurde ein Weg gefunden, das Gewicht der Kunststoffkarosserie eines Elektrofahrzeug-Prototypen um ca. 30 bis 40 Prozent zu verringern.
Ergebnis: Kunststoff-Sandwich
Am Ende des Projektes lag ein Bauteil aus Polypropylen in Sandwichbauweise vor. Die Sandwichelemente bestehen aus einer dünnen Außenhaut, die beliebige Farbvariationen bei sehr guter Oberflächenqualität erlaubt und einem extrem leichten PP-Schaum als Zwischenmaterial, der die Stabilität garantiert. Aufgrund der durchgehenden Verwendung von Polypropylen ist ein vollständiges Recycling der Bauelemente möglich.