Der amerikanische Wissenschafter Michael Porter hat sich sehr intensiv mit dem Thema „Cluster“ auseinandergesetzt. Zentrale Bedeutung für nationale Wettbewerbsvorteile ist seiner Meinung nach die Fähigkeit der ansässigen Unternehmen zu ständigen Innovationen. Einen entscheidenden Einfluss auf diese Fähigkeit übt ein dynamisches System von sich wechselseitig beeinflussenden Faktoren aus. Das ist der sogenannte Porter´sche Diamant*. Zu diesen Faktoren zählen die Faktorbedingungen, die Nachfragebedingungen, verwandte und unterstützende Branchen, Unternehmensstrategie, Struktur und Konkurrenz, der Zufall und der Staat.
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Fünf länderspezifische Attribute beschreiben den Porter´schen Diamanten:
1. Faktorbedingungen: Durch die Produktionsfaktoren (Humankapital, natürliche Ressourcen, Infrastruktur) und der Effizienz, mit der diese eingesetzt werden, werden die Faktorbedingungen bestimmt. Bei ineffizientem Faktoreinsatz wandern die mobilen Faktoren in andere Regionen und Branchen ab, die sie produktiver einsetzen.
2. Nachfragebedingungen: Diese bestimmen die Struktur, die Dynamik und den Umfang der Inlandsnachfrage nach Produkten und Dienstleistungen. Hohe Inlandsnachfrage ist eine wesentliche Voraussetzung für nationale Wettbewerbsstärke, weil sie die Standortattraktivität für die jeweils erforderlichen Produktionsfaktoren erhöht, die Verhandlungsmacht stärkt und die Innovationsfreudigkeit steigert.
3. Verwandte und unterstützende Branchen: Porter meint hier jene Branchen, die den Kernleistungsfeldern vor- und nachgelagerte Güter und Dienstleistungen bereitstellen. Sie sind Voraussetzung zur Clusterbildung, denn durch den raschen und effizienten Zugang zu Vorleistungen und die räumliche Nähe zu Vertriebswegen werden Trends rascher erkannt und neue Technologien schneller entwickelt.
4. Unternehmensstrategie, Struktur und Konkurrenz: Herrschende Organisationsformen, Managementstile und Marktformen bilden ebenfalls ein wichtiges Element des Porterschen Diamanten. Die Intensität des Wettbewerbs fördert die Wettbewerbsfähigkeit, indem sie die anderen Elemente des Diamanten fördert.
5. Zufall und Staat: Porter zählt hierzu sowohl Eingriffe staatlicher Politik in das Marktgeschehen als auch exogene und unvorhersehbare Einflüsse.